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Deutsche Sprache – schwere Spache? Fünf Schritte zur Vereinfachung

(Quelle)

Erster Schritt: Wegfall der Großschreibung einer sofortigen einführung steht nichts im weg, zumal schon viele grafiker und werbeleute zur kleinschreibung übergegangen sind.

zweiter schritt: wegfall der dehnungen und schärfungen dise masname eliminirt di gröste felerursache in der grundschule, den sin oder unsin unserer konsonantenverdoplung hat onehin nimand kapirt.

driter schrit: v und ph ersezt durch f, z und sch ersezt durch s das alfabet wird um swei buchstaben redusirt, sreibmasinen und sesmasinen fereinfachen sich, wertfole arbeitskräfte könen der wirtsaft sugefürt werden.

firter srit: q, c und ch ersest durch k, j und y ersest durch i, pf ersest durch f iest sind son seks bukstaben ausgesaltet, di sulseit kan sofort fon neun auf swei iare ferkürst werden, anstat aktsig prosent rektsreibunterikt könen nüslikere fäker wi fisik, kemi, reknen mer geflegt werden.

fünfter srit: wegfal fon ä, ö und ü

ales uberflusige ist iest ausgemerst, di ortografi wider slikt und einfak, naturlik benotigt es einige seit, bis dise fereinfakung uberal riktig ferdaut ist, fileikt sasungsweise ein bis swei iare, anslisend durfte als nakstes di fereinfakung der nok swirigeren und unsinigeren gramatik anfisirt werden.

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„Der guckt wie ein Pädo“

Zwei ca. 11-jährige Mädchen unterhielten sich im Park und da fiel dieser Satz.

Dass Sexualität die Kinder- und Jugendsprache beeinflusst, ist nicht erst beim massiven Gebrauch von sexistischen und damit auch oft diskriminierenden Schimpfwörtern bekannt. Die Diskrepanz zwischen Wissen und Gebrauch ist in diesem Alter natürlich besonders groß.

Wenn die Mädchen einen Pädophilen gemeint haben, ist es zweifelhaft, ob sie den gesamten Komplex zu diesem Thema überblicken oder auch nur darüber aufgeklärt wurden.

Die sexistische Sprache der Medien, die schnell angenommen und für wahrhaftig erklärt wird, fördern eine Verformung der gewünschten gesunden und natürlichen Aufklärung. Oft sind die Teenager, die soweit wären, dass sie sich Sexthemen annehmen, vorher schon von der Umwelt „versaut“.

Sexistische Werbung, Filme und Serien, aber auch die Schlagzeilen des Boulevards geben ein von der Wirklichkeit entferntes Bild über Sexualität wider, die einer gesunden und individuellen Entwicklung junger Menschen im Wege steht.

Die Diskriminierung, die mit sexistischer Sprache einher geht, wird als Machtmittel gegenüber Schwächeren in der Gruppe gebraucht. Es sind die Gockelrituale bei den männlichen Jugendlichen, sich besonders gegenüber Mädchen ungebührlich zu verhalten. Sie zeigen noch eigene Unsicherheit und Unerfahrenheit. Wenn man die ersten Sexerlebnisse hatte, legt sich das pupertäre Gehabe.

Mädchen machen das wahrscheinlich genauso, nur versteckter und zurückhaltender.

Ich bin immer noch überrascht, von so jungen Menschen so unreflektierte Worte zu hören, man spürt den Bedarf nach richtiger Aufklärung.

Emotionale Fäkalsprache

Scheiße und Arschloch sind durchaus gebräuchliche Worte, die Texte und Kommentare besonders emotional erscheinen lassen. Umstritten ist deren Gebrauch allemal, da er als nicht korrekt gilt und im Bildungsbürgerohr Störungen verursacht. Nun gelangen Beiträge, die sich dieses Vokabulars bedienen, aber vermehrt in die Schlagzeilen. Die Radioreportage des Fußballclubs Borussia Dortmund zum Viertelfinalspiel Dortmund-Malaga ist jetzt schon Kult, weil sie sich ganz klar volkstümlicher Wörter bedient. Einerseits Verbote und Strafen und dann doch Kult sein. So schizophren ist der Unterhaltungsbetrieb. Im anglo-amerikanischem Sprachraum wird das Wort „Fuck“ inflationär benutzt und jeder weiß, was er damit ausdrücken will. Es macht halt Beschreibungen von Lebenssituationen besonders plastisch. Trotzdem werden die Fuck-Wörter im US-Fernsehen immer gepiept. Ich bin für einen dosierten Gebrauch von Fäkalsprache, ist sie doch ein Teil unserer Lebenswirklichkeit und gehört für so viele zum normalen Sprachgebrauch. Wer das Leben seiner Mitmenschen spiegeln will, sollte nicht aus formalen oder ästhetischen Gründen vor „Votze“ zurückschrecken. Leser und Zuhörer werden es danken.